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03. - 19. Oktober 2008
Mit meiner Schwester Antje will ich die suedwestlichste Ecke des fuenften Kontinentes kennenlernen und gleichzeitig wollen wir Bjoern -ihren Sohn, der seit 11 Monaten in Australien lebt- besuchen. Fuer uns beide ist es die erste Australienreise. 1. Tag - Freitag 03.10.2008 HONGKONG - SYDNEY Von Panyu aus starten wir morgens mit dem Bus nach Hongkong. Etwas nervig bei der Reise mit dem Bus ist immer das Aus- und Einsteigen mit dem gesamten Gepaeck an der Grenze. Zuerst die chinesische Ausreise, dann kurze Weiterfahrt und wieder raus zur Einreise nach Hongkong. An der Grenze in Shenzhen warten Menschenmassen und dank eines Aufklebers am Revers wird man auch wieder in den richtigen Bus verfrachtet. Fast 4 h dauert heute die Fahrt aufgrund der langen Wartezeiten an den Grenzen. Ich gehe zum naechsten Taxi und laufe weiter mit dem Kommentar "schon besetzt". Meine Schwester macht mich darauf aufmerksam, dass da doch nur der Taxi-Fahrer drin sitzt. Hm, erste Einstimmung auf den Linksverkehr, der auch in Australien vorherrscht. Wir koennen an der Airport-Express-Station in Kowloon einchecken. Ohne Gepaeck koennen wir noch ein bisschen die NATHAN-ROAD entlang zu bummeln, um am spaeten Nachmittag nach Lantau-Island zum Flughafen zu fahren. Wir fliegen einen Riesenumweg ueber Sydney, obwohl unser Zielort Perth auf der Landkarte senkrecht unter Hongkong liegt. Aber bei fast 400 EUR Ersparnis pro Person nehmen wir diesen geteilten Flug und die Wartezeit in Sydney gern in Kauf. 2. Tag - Samstag 04.10.2008 SYDNEY-PERTH Auf dem Flughafen in Sydney nimmt mir eine Uniformierte meinen Einreisezettel aus der Hand und studiert ihn ausgiebig. Soso ... Zielort Perth, Albany .. was ich dort will ... ob ich verheiratet bin ... wo mein Ehemann ist ... ob ich vielleicht Arbeit suche? Halloooooooooo - ich will Urlaub machen! Am fruehen Nachmittag kommen wir in Perth an. Nur kurz mussten wir in Sydney zeitlich umdenken, denn Perth und Hongkong liegen in der gleichen Zeitzone. Bjoern holt uns ab und mit seinem Van geht es zur Wicked-Camper-Station, um unseren Hippie-Van, den wir fuer die naechsten 10 Tage gemietet haben, abzuholen.
Wir werden wuerfeln muessen, wer die GEISHA im Linksverkehr aus Perth rausmanoevriert. Bammel haben wir beide. Antje ist dann die Mutigere, denn ich kann mich aufgrund meiner fehlenden Fahrpraxis der letzten zwei Jahre in China herausreden. Statt zu blinken, geht zwar immer nur der Scheibenwischer an und Schalten mit der linken Hand funktioniert auch nicht blind, aber mit Bjoern als Vordermann meistert sie die vielen Kreisverkehre fast spielend. Der erste Weg fuehrt uns in den Supermarkt, um Verpflegung, Plastikbesteck und -geschirr und ein Bettlaken zu kaufen. Die Suche nach Wein bleibt erfolglos. Alkohol gibt es in Australien nur in seperaten Bottle-Shops, wo wir noch eine 4l-Box Shiraz kaufen. Danach lotst uns Bjoern -jetzt darf ich fahren- auf einen einsamen Parkplatz am Scarborough Beach im Norden von Perth. Mit unserer Rotwein-Box gehen wir noch an den Strand, lauschen den Wellen und freuen uns - wir sind in Australien! >>Photos des 2.Tages 3. Tag -
Sonntag 05.10.2008 PERTH - MANDURAH
-BUSSELTON - DUNSBOROUGH - 390 km Wir starten unsere Tour Richtung Sueden, erster Stopp MANDURAH. Wir besuchen den Yachthafen und fahren weiter nach BUSSELTON. Unterwegs ueberall Wiesen mit wilden Calas, ich bin begeistert, hab so was noch nie gesehen. Bjoern weiss, wo man Kaengurus beobachten kann. Auf einer Wiese in DUNSBOROUGH sehen wir unsere ersten Kaengurus. Eine nette Farmersfrau fuehrt uns auf ihr Grundstueck und so koennen wir noch etwas naeher heran. Auf dem angrenzenden Teich schwimmen die beruehmten Perther schwarzen Schwaene.
4. Tag -
Montag 06.10.2008 DUNSBOROUGH - MARGARET
RIVER - 139 km
Nach einem traumhaften Fruehstueck fahren wir zum Point Picquet, wo die Wal-Zaehler sitzen, die jeden vorbeiziehenden Wal registrieren. Im Vormonat wurden 144 gesichtet. Wir fahren zur Bunker Bay und anschliessend zum Cape Naturaliste Lighthouse und zum Sugar Loaf Rock. Bis nach AUGUSTA erstreckt sich von hier aus der Leeuwin Nationalpark und ueberall bluehen die Buesche und Straeucher, es ist eine Pracht.
Wir fahren weiter nach GRACETOWN, wo an einer
Gedenkstaette der neun Opfer der Tragoedie von 1996 erinnert. 2000 t
Felsgestein stuerzten auf am Strand sitzende Zuschaue Auf dem Weg nach MARGARET RIVER -der Weinstadt- sieht man ueberall Weinfelder, Schaf- und Rinderweiden. Die Grasbaeume und bluehenden Straeucher am Wegesrand sind eine Augenweide. Ein herrliches Fleckchen Erde. In Margaret River kaufen wir noch einmal Vorraete ein, flanieren durchs Staedtchen und kaufen Souveniers. Bjoern weiss am Surfers Point kann man einen tollen Sonnenuntergang erleben. Das wissen auch andere und wir sind das erstemal am Meer nicht allein. Nachdem wir uns einen Schlafplatz im Wald gesucht haben, lassen wir bei einen Glas Margaret-River-Rotwein den Abend im Pub ausklingen. 5. Tag -
Dienstag 07.10.2008 MARGARET
RIVER - PEMPERTON - 278 km
Zum ersten mal haben wir nachts nicht gefroren, da Bjoern uns seine Daunendecke ueberlassen hat und wir auch nicht direkt am Meer uebernachtet haben. Nach dem Fruehstueck im Wald brechen wir auf zum Redgate Beach Muscheln suchen.
Am Hamelin Bay, einem riesig grossen einsamen Puderzuckerstrand, machen wir Kaffeepause, testen die Wassertemperatur und verwerfen unser Vorhaben, endlich mal Schwimmen zu gehen. Stattdessen finden wir allerhand interessante Dinge am Strand und zwischen den Felsen und geniessen die herrlich klare Luft.
6. Tag -
Mittwoch 08.10.2008 Walpole - Denmark -
131 km Ich stehe halb sieben auf und schau mich erstmal um, wie die Umgebung unseres Schlafplatzes bei Tageslicht aussieht. Beim Fruehstueck sage ich Bjoern, er soll mir mal einen Eukalyptusbaum zeigen, wenn er irgendwo einen sieht. Er kann nur mit den Augen rollen - wir sind umgeben nur von Eukalyptus-Baeumen! OK, aber woher soll ich das wissen. Festes Tagesziel fuer heute: Duschen - irgendwo - und hoffentlich mit warmem Wasser!
Aber auch von unten betrachtet machen die Baumriesen einen maechtigen Eindruck.
Am wie immer vereinsamten Strand gab es mal richtig hohe Wellen und ein Angler hat einen riesigen Lachs gefangen. In Denmark gehen wir einkaufen. Heute abend gibt es Steak und Kartoffelsalat. Am Light-Beach schlagen wir unser Lager auf und koennen noch einem Akkord-Angler zusehen, wie er seinen Riesen-Eimer fuellt. Er wirft seine Angel mit drei Haken ins Wasser, nimmt nach einer Minute die drei Fischlein vom Haken und wirft die Angel wieder aus. Ein zweiter Angler hat sich fuer den Fang einer anderen Fischart entschieden und keinerlei Glueck. Dafuer gibt er eine herrliche Silhouette im Sonnenuntergang ab. Unser erstes selbstgegrilltes Rinder-Steak ist eine sehr zaehe Angelegenheit, eine Dusche haben wir wieder nicht gefunden und es ist ziemlich eisekalt. Aber der Rotwein schmeckt und das in einer idyllischen Umgebung. Was will man mehr. 7. Tag -
Donnerstag 09.10.2008 Denmark -
Albany - Torndirrup Nationalpark 137 km Der Morgen ist wieder herrlich klar und ein Blue Wren sitzt neben unserem Van, als ob er darauf wartet, fotografiert zu werden. Seit wir Bjoerns Kocher in unserem Van deponiert haben, ist morgens die erste Amtshandlung Kaffeekochen. Austrinken koennen wir unseren Kaffee nicht, ein Unwetter zieht heran und es ist Eile geboten, um uns vor Sturm und Regen in Sicherheit zu bringen. Wir erinnern uns an unser gestriges nicht erreichetes Tagesziel: Endlich Duschen!!! Auf einem offiziellen Caravanplatz am Ocean Beach duerfen wir fuer 5 AU$ die Duschkabinen mit heissem Wasser nutzen. Fuer Bjoern reine Geldverschwendung, er nutzt schon seit 11 Monaten die Kaltwasserduschen an den Straenden. Ich aber nicht, zumindest bei diesen Temperaturen nicht. Antje ist der gleichen Meinung und so laesst sich unser Minimalist doch noch zu diesem Luxus ueberreden.
The Gap ist ein 30 m tiefer Felseinschnitt in den Klippen. Hier brachen vor 45 Millionen Jahren die Antarktische und die Australische Platte auseinander. Beim Hinunterschauen bekommt man ein komisches Gefuehl, nicht nur der Tiefe wegen, sondern auch aus dem Bewusstsein heraus, was die Natur zu leisten vermag. The Natural Brigde - die Naturstein-bruecke aus Granit ist ein weiterer Beweis dafuer. The Blowhole ist ein enger Austritt ueber einer Meereshoehle. Je nachdem wie stuermisch die See ist, wird in gewissen Abstaenden eine Welle mit so einem Druck in die Hoehle gepresst, dass sie mit einem ohrenbetaeubendem Geraeusch wie eine Fontaene aus dem Loch bzw. der Spalte austritt. Wir sitzen also auf dem Felsen in sicherem Abstand zu diesem Loch. Es dauert eine Weile, bis sich eine Welle entsprechend hochgeschaukelt hat. Als es dann soweit ist, kommt bei dem heutigen Seegang nur Spruehregen heraus, aber das Geraeusch ist so gewaltig und furchteinfloessend - einfach unvergesslich. Ich hoffe, das ist bei den Kindern, die dort vor Angst zu weinen anfingen, nicht so.
Nach einer Irrfahrt zum Quarantine Hill, wo wir den Sonnenuntergang beobachten wollten, aber lediglich auf abgezaeuntes Privatgelaende stossen, finden wir ein tolles Schlafplaetzchen am Misery Beach. >Photos des 7.Tages 8. Tag -
Freitag 10.10.2008 Albany - Quaalup -
Bremer Bay 197 km Heute muessen wir mal bisschen vorwaerts kommen, stehen um sieben auf und fahren knappe 200 km zum Bremer Bay, der an den Fitzgerald River Nationalpark angrenzt. Auf der Strasse dorthin begegnen wir immer wieder Road-Trains (LKWs mit mehr als drei Anhaengern). Einer ueberholt uns sogar, was bei Bjoerns kontinuierlicher Reisegeschwindigekeit von 70 km/h ja auch nicht schwer ist. Ich habe mittlerweile grossen Gefallen am Autofahren gefunden, wahrscheinlich weil ich es in China nicht darf. Bei den endlosen Strassen, auf denen einem kein Mensch begegnet, ist selbst Linksfahren keine wirkliche Herausforderung.
Bremer
Bay fasziniert durch seine endlosen breiten
Aber, wenn Engel reisen, haben sie auch Schutzengel. Und die kamen mit zwei Allradantrieb-Autos und Abschleppseilen, um uns rauszuziehen. Wir waren mehr als erleichtert ueber die grosszuegige Hilfe der Einheimischen. War doch der Leichtsinn unsere eigene Schuld, ein Schild hatte vor dem Befahren des Strandes ohne Allradantrieb gewarnt. So, jetzt oder nie! Wir wollten schwimmen gehen. Einmal ueberwunden ist es herrlich im Wasser und hinterher fuehlen wir uns wie Helden. Nach all den Anstrengungen gibt es Kaenguru-Steak und Spiegeleier. Wir unternehmen noch eine zweistuendige Strandwanderung, finden seltene Muscheln und lassen den Abend bei Rotwein auf einem Felsen am Meer ausklingen. >Photos des 8.Tages 9. Tag -
Samstag 11.10.2008 Fitzgerald River
Nationalpark - Ravensthorpe - Hyden - 437 km
Hier waechst die Royal Hakea, eine faszinierende Pflanze, die wie ein gluehender in die Hoehe geschossener Salat aussieht. Die staendig wechselnde Pflanzenwelt beeindruckt mich am meisten, obwohl sie hier in der Gegend eher karg wirkt.
Nachdem wir auf der Staubstrasse zurueck zum Highway kommen, muss Bjoern feststellen, dass der "Wohnbereich" seines Vans total versaut ist. Alles ist mit rotem Staub ueberzogen, was ihn ziemlich aergerlich stimmt. In der Geisha scheint kein Leck zu sein und der Schaden kann mit dem Handfeger beseitigt werden.
Also gleich weiter nach Hyden, wo wir am Abend ankommen. Die Suche nach einem Schlafplaetzchen gestaltet sich schwierig. Durch den Wave Rock ist die Gegend ein Touristenmagnet und leider nicht ganz so einsam. Nicht ganz so idyllisch wie sonst, lassen wir bei Spaghetti, Rotwein und Mau Mau den Abend ausklingen. 10. Tag -
Sonntag 12.10.2008 Hyden - Fremantle 348 km Der Wave-Rock in HYDEN ist eine 15 m hohe Felsformation aus buntem Granitgestein und sieht mit 110 m Breite aus wie eine gigantische Welle. Wir machen ein paar Spass-Fotos, spazieren oben auf dem Felsplateau entlang und schauen uns noch den Felsen des gaehnenden Nilpferdes "Hippo-Yawn" an. Das groesste Highlight dieser Gegend hat man eigentlich nach einer Stunde abgehakt und so beschliessen wir noch dem Wildlife-Park einen Besuch abzustatten.
Am fruehen Nachmittag brechen wir auf in Richtung Perth ueber Corrigin - Brookton. Unterwegs biegen wir zu einem Dorf-Friedhof ab, da mich das immer wahnsinnig interessiert. Die vorbeiziehende Landschaft mit endlosen Wiesen und Eucalyptusbaeumen laesst die Fahrt nach Perth nicht wirklich lang erscheinen. Gegen 20.00 Uhr kommen wir in Fremantle an, essen unsere 5-Minuten-Terrinen und setzen uns danach noch ein bisschen ans Meer. >Photos des 10.Tages 11. Tag -
Montag 13.10.2008 Fremantle - Perth - 42 km
Wir schlendern die Uferpromenade entlang Richtung Stadtzentrum. Das Wetter ist traumhaft und unsere Sommerklamotten kommen endlich mal zum Einsatz. Am Roundhouse begegnet uns eine Gruppe Studenten, die mit uns beten wollen. Bevor ich wieder schnalle, worum es geht, faengt einer nach dem anderen an, vor sich hin zu brabbeln. Als ich so nebenbei ein Foto von der High Street mache, ermahnt mich Bjoern, wie unhoeflich ich bin. Ich denke nur trotzig, dass ich sowieso nicht beten will. Aber eigentlich hatte ich gar nicht mitbekommen, was sie von uns wollen und er hatte vollkommen recht.
Mit unseren Vorraeten machen wir uns in der Abenddaemmerung im Kings Park auf die Suche nach einem nicht ganz so verkeimten oeffentlichen Elektogrill, die hier ueberall von der Stadt bereitgestellt werden. Wir werden fuendig und nach einer Grundreinigung brutzeln auch schon unsere Kaenguru-Steaks. Danach geniessen wir noch den tollen Blick auf das naechtliche Perth und fahren anschliessend an unseren bereits bekannten Schlafplatz am Scarborough-Strand. 12. Tag -
Dienstag 14.10.2008 Perth : aqwa und
Botanischer Garten Heute heisst es Abschiednehmen von der Geisha, die uns
richtig ans Herz gewachsen ist. Wir haben nicht wirklich Lust auf unser
gebuchtes Hotel, nur die
Nach der Endreinigung geben wir vormittags die Geisha bei Wicked-Camper ab, beschweren uns nochmals ueber die fehlenden Ausstattungsgegenstaende und erfahren, dass es natuerlich keinen Rabatt gibt - aber wenigstens einen Gutschein bekommen wir im nachhinein. Bjoern faehrt uns in unser Hotel Billabong, wo wir zwei Naechte
gebucht haben. Wir bekommen ein Fuenf-Bettzimmer - natuerlich ohne
weitere Mitbewohner. Dreissig Grad sollen werden, verraet die
Anzeigetafel im Hotel. Mit Bjoern fahren wir ins aqwa noerdlich von Perth. Ein Aquarium, wo die Meerestiere der gesamten Westkueste Australiens zu bewundern sind. Es gibt sogar einen Streichelzoo und es ist ein komisches Gefuehl einen Seestern mal nicht als getrocknete Variante zu beruehren.
Da wir einmal im Kings Park sind, nutzen wir doch noch mal die oeffentliche Grillstelle zum Kaengurusteak grillen, was uns immer noch nicht zum Halse raushaengt. Wer weiss, wann man wieder mal Gelegenheit hat, Kaenguru zu essen. Angekommen im Hotel Billabong raetseln wir kurz, ob Bjoern nicht einfach eines der drei freien Betten in unserem Zimmer nutzt. Fuer ihn ist nach 11 Monaten des Vagabundenlebens auf Raedern die Verlockung schon einen Gedanken wert. Aber das trauen wir uns dann doch nicht. >Photos des 12.Tages 13. Tag -
Mittwoch 15.10.2008 Yanchep-Nationalpark -
Lancelin
Als wir zum Parkplatz kommen, treffen wir auf eine Kaenguru-Familie im Wald. Wir bemerken nicht gleich, dass die Kaenguru-Frau ein Baby im Beutel traegt. Wir fahren noch zu den Golfplaetzen, wo ja -schenkt man den Postkarten Glauben- die Kaengurus Golfspielen lernen. Und tatsaechlich koennen wir wieder eine Kaenguru-Familie beobachten, allerdings nicht bei Golfspielen :-)
Auf dem Heimweg sehen wir noch wilde Emus auf einem Feld, zum Fotografieren war es aber schon zu Dunkel. Wieder in Perth angekommen wollen wir essen gehen und merken, dass das Billabong im Asien-Viertel von Perth liegt. Es gibt nur asiatische Restaurants. Bjoern sagt, wir sollen unseren Rotwein mitnehmen, das machen alle so. Ich habe es nicht geglaubt und dachte daran, wie ein deutschter Gastwirt reagieren wuerde, wenn ich meine eigenen Getraenke mitbringe. Tatsaechlich steht an der Eingangstuer des Vietnamesen: B.Y.O. (Bring your own)! Die Ausschankerlaubnis fuer alkoholische Getraenke scheint in Australien fuer viele Restaurants in keinem Verhaeltnis zur Umsatzeinbusse zu stehen. >Photos des 13.Tages 14. Tag - Donnerstag 16.10.2008 City-Centre Perth Wir checken aus dem Hotel aus und packen unsere Koffer in Bjoern's Van. Heute wollen wir uns das Zentrum von Perth anschauen. Perth ist die abgeschiedenste Grossstadt der Erde, denn die naechste Grossstadt Adelaide liegt ueber 2.800 km entfernt. Mit ihren 1,4 Mill. Einwohnern ist sie gerade mal so gross wie unser Stadtteil Panyu in Guangzhou.
Mit Nuessen und Trockenfruechten in der Hand geht es weiter zur Hay Street, der Shopping-Meile von Perth. Der London-Court, eine 1936 im angelsaechsischen Fachwerkstil erbaute Einkaufsstrasse verbindet die Hay-Street mit dem Boulevard der St. George's Terrace und gefaellt mir besonders. In den Souvenier-Shops gehen wir auf Jagd nach all dem unnuetzen Zeug, was man sich und seinen Lieben so aus dem Urlaub mitbringt. Nach einer Stadtrundfahrt schlendern wir noch zum Swan Bells Tower am Barrack Square. Leider ist es schon zu spaet, und der Tower ist geschlossen. Heute ist unser letzter Abend und wir wollen mal wuerdig essen gehen - nicht so wie gestern, als wir mit unserem mitgebrachten Wein beim Vietnamesen gelandet sind. Im Seafood-Restaurants Fishy-Affairs lassen wir unseren Australien-Urlaub bei einem tollen Essen und einem Glas (vom Kellner servierten) Wein ausklingen. 17.-20.10.2008 Es geht heim : Perth-Sydney-Hongkong-Guangzhou-Frankfurt
Es war ein phantastisch erholsamer, erlebnisreicher Urlaub mit vielen Eindruecken aus einer anderen Welt. Vorallem, wenn man in einer chinesischen Grossstadt wohnt, ist wahrscheinlich der Gegensatz zu diesem ruhigen, naturreichen, menschenleeren Fleckchen Erde besonders krass. >Photos Ankunft HKG Hier gehts zur Fotogalerie der gesamten Reise |
Fuer Lesefaule: Hier geht es gleich zur Fotogalerie
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