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ZAZEN-Wochenende in Nankunshan 2007-07-21
Maren hatte zu einem ZAZEN-Wochenende in dieses Blockhaus nach Nankunshan eingeladen. Nankunshan ist eine bewaldete Berggegend ca. 75 km nordoestlich von Guangzhou (hier die detaillierte Wegbeschreibung). Sandra und ich waren die einzigen Teilnehmer aus Guangzhou und wir nahmen uns einen Mietwagen mit Fahrer. Dank Navigationssystem, welches uns fast bis ans Ziel in dieser einsamen Gegend fuehrte, waren wir nach reichlich 2 h Fahrt am Freitag nachmittag angekommen. Dort standen drei Gaestehaeuser, ein Restauranthaeuschen und ein Rezeptionshaeuschen umgeben von Bambuswaeldern. Fuenf Stunden spaeter trafen alle anderen ein aus Dongguan. Die anderen waren: Maren und Fred, Oliver und Kerry, Jacky, Ana und die Hauptperson Dorothee.
Erstmal mussten wir aber unseren Koerper zur Ruhe betten, da es am
Samstagmorgen 5.30 Uhr
hiess: AUFSTEHEN! Irgendwie schafften das auch alle und wir machten
wortlos unseren Morgenspaziergang. Ich glaube zu dieser fruehen Stunde
war ich noch nie unterwegs gewesen ausser vielleicht auf dem Heimweg von
einer Party. Die Natur und ihre Geraeusche waren einfach
Danach nahmen wir in unserer Huette wortlos die Position auf unserem
Sitzkissen ein, die wir bewegungslos 30 Minuten aushalten konnten.
Normalerweise wird im Lotussitz meditiert. Da hat man aber ungeuebt
keine Chance und meditiert im Schneider- oder Fersensitz. Die halbe
Stunde verging schneller als anfangs befuerchtet. Mir gelang es jedoch
nicht eine Minute gedankenlos zu sein.
Jetzt gab es Fruehstueck auf der Terasse. Jeder hatte etwas mitgebracht und Maren hatte leckeres Brot gebacken. Die Temperaturen in Nankunshan sind viel angenehmer als in Guangzhou. Aufgrund der Hoehenlage ist es nicht so heiss und es weht meistens ein Lueftchen, so dass man es gut im Freien aushalten kann.
Am Abend grillten wir auf der Terasse unsere mitgebrachten Leckereien,
was ein toller Multi-Kulti-Mix wurde, wo jeder wieder ein paar
geschmackliche Anregungen mit nach Hause nahm. Nachdem der Sonntagmorgen wieder einem fruehen Morgenspaziergang und einer halben Stunde Meditation begonnen hatte, stand nach dem Fruehstueck Shabutsu (Buddh. Painting) auf dem Programm. Dabei geht es eigentlich nur um die Konzentration, die man benoetigt, um eine Buddha-Figur mit einem speziellen Stift durch das Papier nachzuzeichnen. Nach unserem Abschlussgespraech, bei dem es Tee und Marens Butterplaetzchen gab, war das Wochenende schon wieder fast vorbei. Zusammenfassend muss ich sagen: - dass Nankunshan ein herrliches Fleckchen Erde ist - dass ich um eine Erfahrung reicher bin was Buddhismus betrifft - dass Buddhisten sehr weltoffene, lockere Menschen sein koennen - dass eine herzliche Atmosphaere herrschte und wir viel gelacht haben - dass es schoen war, wieder neue Leute kennengelernt zu haben - dass ich jederzeit wiederkommen wuerde - zum einen nach Nankushan als Ort und zum anderen zu einem Zazen-Wochenende in dieser Atmosphaere Hier geht es zur Fotogalerie Zazen in Nankunshan. |
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