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Shenzhen 深圳市 - die junge Stadt 2007-04-14
Heute leben in Shenzhen 12 Millionen Menschen, davon 3,5 Millionen mit Dauerwohnrecht. Das Durchschnitts-alter betraegt 30 Jahre, das Lohnniveau kommt fast an Shanghai heran und keine andere chinesische Stadt hat ein hoeheres Pro-Kopf-Einkommen als Shenzhen. Waehrend es in ganz China einen Maennerueberschuss von 50 Millionen gibt, ist es in Shenzhen gerade umgekehrt. In der "Stadt der Konkubinen" gibt es mehr als doppelt so viele Frauen wie Maenner. Nicht verwunderlich, dass viele die Zweitfrauen reicher Hongkong-Chinesen sind. In Shenzhen werden uebrigens die meisten T-Shirts, Einwegrasierer und Plastikkugelschreiber der Welt hergestellt. Es gibt kaum Fahrraeder, denn die sind als Zeichen der Armut verboten, dafuer verfügt Shenzhen über den größten Anteil von Internet-Benutzern an der Gesamtbevölkerung.
Nachdem wir ein nettes Hotel gegenueber dem Diwang Mansion, der mit 384 m das hoechste Gebaeude Shenzhens ist, gefunden hatten, ging es ins "Windows of the World". Das ist ein Park, in dem die Sehenswuerdigkeiten der Welt im Massstab 1:15 nachgebildet sind -sozusagen ein globales Klein-Erzgebirge Oederan (da werden jetzt nur die Freiberger verstehen, was ich meine). Nicht mehr geschafft haben wir die andere Seite des Parkes "Splendid China", wo China mit seinen Sehenswuerdigkeiten dargestellt ist. Sollte man also die Grosse Mauer, den Kaiserpalast oder die Terracotta-Armee nicht im Original bewundern koennen, dann wenigstens hier in Miniaturform. Am Abend fanden wir einen Supermarkt, der ein tolles
Angebot an westlichen Produkten fuehrte. So verzichteten wir auf
unser geplantes Essen im Restaurant und gingen mit Rotwein, mehreren
Kaesesorten, geraeuchertem Schinken, Salami, Gewuerzguerkchen, frischem Baguette und Trauben in unser Hotelzimmer um
fuerstlich zu speisen.
Am naechsten Tag fuhren wir in den Stadtteil Dafen, um die Bilderstadt zu besuchen. Hier kann man kopierte Oelgemaelde kaufen, die im Akkord gemalt werden. Die handgemalte Mona Lisa fuer 20 Euro.
In der Bilderstadt fanden wir dann auch eine "Gaststaette", wo wir einen Blindflug ueber die chinesische Speisekarte machten. Die kleinen fritierten Voegelchen, die man komplett mit Kopf und Knochen verspeist, waren eine Empfehlung des Kochs. War lecker.
Richtig schoen shoppen konnte man im Einkaufszentrum Dongmen Circle, einer Fußgängerzone aus zehn Straßen nur mit Geschäften im Zentrum von Shenzhen. Im Vergleich zu Guangzhou ist das Angebot modischer und etwas teurer, aber im Vergleich zu Hongkong viel billiger. In ganz Shenzhen spuert man das junge Flair der Stadt und es gibt noch viel zu entdecken. Wir werden wiederkommen. Hier geht es zur Fotogalerie Shenzhen
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